Brüssel 2 – Starke europäische Partnerschaft in Brüssel gefeiert

Zahlreiche Gäste waren gestern, Mittwoch, in sommerlicher Atmosphäre im EU-Verbindungsbüro in Brüssel zum gemeinsamen Sommerempfang des Landes Kärnten und der autonomen Region Friaul-Julisch Venetien gekommen. Dort stand alles im Zeichen zweier bedeutender europäischer Jubiläen: 30 Jahre EU-Mitgliedschaft Österreichs und damit auch Kärntens, sowie 20 Jahre gelebte nachbarschaftliche Zusammenarbeit zwischen Kärnten und Friaul-Julisch Venetien. Begrüßt wurden die Gäste von Landeshauptmann Peter Kaiser, LHStv. Martin Gruber, Mauro Bordin, Präsident des Regionalrats in der Region Friaul-Julisch Venetien, und Martina Rattinger, Leiterin des Verbindungsbüros Kärnten in Brüssel.
In seinen Grußworten richtete sich Kaiser in zwei Sprachen – deutsch und italienisch – an die zahlreichen Gäste, um auch auf diese Weise der langanhaltenden Freundschaft zwischen Kärnten und der Region Friaul-Julisch Venetien Rechnung zu tragen.

„Die vergangenen 30 Jahre als Mitglied der EU waren trotz aller berechtigten Kritik eine gute Zeit. In einem grenzenlosen Europa gelingt es uns immer wieder, mit unseren Nachbarn wichtige Projekte umzusetzen“,

betonte er und sprach unter anderem das erst heuer unterzeichnete gemeinsame Sicherheitsabkommen an.

„Kärnten wird den europäischen Weg weitergehen – gemeinsam mit unseren Nachbarn wird uns das auch gelingen.“

Er nutzte die Gelegenheit, um auch das Anliegen der europäischen Regionen, nämlich das Verhindern einer Zentralisierung der Förderpolitik, für das er sich kurz zuvor auch bei EU-Vizepräsident Raffaele Fitto stark gemacht hatte, anzusprechen.
„Kärnten liegt im Herzen der Alpen-Adria-Region und will diese geographische Lage auch nutzen, um sich als Standort weiterzuentwickeln“, so Gruber in seinen Begrüßungsworten und weiter: „Diese Botschaft wollen wir bei dem heurigen Empfang unseren Gästen vermitteln und zugleich für ihre Unterstützung in Brüssel werben. Denn Standortentwicklung braucht entsprechende Rahmenbedingungen: in erster Linie heißt das, weniger Bürokratie und Regelwerk aus Brüssel, stattdessen Politik mit Hausverstand und Lösungen.“
Bordin überbrachte die besten Grüße von Präsident Massimiliano Fedriga und betonte:

„Das ist ein großer Tag, an dem unsere Freundschaft – die allerdings schon vor weit mehr als 20 Jahren begann – gefeiert wird.“

Er dankte für die hervorragende Zusammenarbeit und meinte:

„Möge sich unsere Freundschaft auch weiterhin vertiefen.“

Unter den Ehrengästen befanden sich u.a.: Helga Berger, österreichisches Mitglied im Europäischen Rechnungshof, die EU-Abgeordneten Andreas Schieder, Elisabeth Grossmann, Evelyn Regner, Elisabeth Dieringer-Granza, und Anna Stürgkh, Reinhold Lopatka, Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Jürgen Meindl, österreichischer Botschafter in Belgien und Oliver Röpke, Vorsitzender des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses.
Ein kulinarisches Highlight des Abends waren die regionalen Spezialitäten und Weine aus Kärnten und Friaul-Julisch Venetien, die den Gästen einen genussvollen Einblick in die Vielfalt und Qualität beider Regionen boten. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Kärntner Saxophonist Edgar Unterkirchner, der mit seiner Darbietung die stimmungsvolle Atmosphäre des Abends perfekt abrundete.
Quelle; LPD Kärnten